(Der Fluß Katun im Altai)
Mein Geburtsort Stuttgart könnte heute eine der schönsten Metropolen in Deutschland sein, wenn nicht seit 200 Jahren systematisch historische Bausubstanz zerstört worden wäre. Was der Krieg nicht geschafft hat, hat die Spitzhacke voll erledigt. In diesem Zusammenhang möchte ich auf mein Vortragsthema "Das vergessene Stuttgart" hinweisen.
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Der traurige Höhepunkt ist das Wahnsinnsprojekt Stuttgart 21
In Stuttgart sind die Schulen baufällig und den Schülern fällt der Putz auf den Kopf. Für die Renovierung der Gebäude ist keine Geld vorhanden, aber für Stuttgart 21 genügend.
Geologen warnen vor einer Katastrophe bei den Tunnelbohrungen, infolge dem aufquellen des Gipskeupers, aber die Schönbeter, an erster Stelle Herr Drexler von der SPD schlagen alle Warnungen in den Wind.
Tübingen ist der Himmel,
Stuttgart die Hölle
Schuster ist der Teufel
und Drexler sein Geselle
Der Hauptbahnhof darf nicht zerstört werden!
www.blog.stuttgart21-nein-danke.de
Rechnungshof: Stuttgart21 wird doppelt so teuer http://www.taz.de/1/zukunft/wirtschaft/artikel/1/stuttgart-21-doppelt-so-teuer/
die Kommunalwahl in Stuttgart war ein klares Votum der Bürger gegen Stuttgart21. Es bleibt zu hoffen, dass jetzt auch ein Umdenken beginnt. Fakt ist, daß gegen den Ausbau der Bahnstrecke Stuttgart-Ulm nichts spricht, aber der Hauptbahnhof nicht engetastet werden darf.
Wichtiger ist das Projekt "Überdeckeluing der Konrad-Adenauer-Strasse". Hier könnte ein großer Städteplanerischer Wurf gelingen.
Liste der Kulturdenkmale in Stuttgart-Mitte als PDF: www.stuttgart.de/sde/global/images/sde_publikationen/amt61/mitte.pdf
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Nachricht in der Südwestpresse am 6.10.2008: Neue Chance für die Lusthaus-Ruine In der Diskussion um den Erhalt der Lusthaus-Ruine im Mittleren Schlossgarten scheint Bewegung zu kommen. Der Architekt Roland Ostertag, der jüngst mit Mitstreitern aus der Stuttgarter Kulturszene eine Initiative zur Rettung des Renaissancedenkmals gegründet hatte, sieht nach Treffen mit Vertretern des zuständigen Landesbetriebs Vermögen und Bau greifbare Fortschritte. "Derzeit wird eine Bauzustandsbeschreibung vorbereitet", so Ostertag.
Anmerkung von mir: Stuttgart war ursprünglich mit Heidelberg zusammen eine der schönsten Renaissance-Städte in Deutschland. Von dieser ehemaligen Pracht ist jedoch nicht mehr viel übrig geblieben.
Eines der Besonderheiten Stuttgarts sind seine "Stäffele". Nicht umsonst haben die Stuttgarter den Spitznamen Stäffelesrutscher. Viele dieser 400 Staffeln sind in einem traurigen Zustand. Die Stadt hat auch hierfür keine Geld (aber für Stuttgart 21). Siehe hierzu auch die Website www.stuttgart-staeffele.de
Eines der interessantesten Museen, dass jedoch viele Stuttgarter nicht kennen, ist das Lapidarium an der Mörikestrasse (Nähe Marienplatz). Der Park mit seinen Skulpturen ist auch für Hobbyfotografen ein lohnendes Ziel. Weitere Informationen: www.stuttgart.de/lapidarium
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Dimitrij Dostojewski, Urenkel des Schriftstellers Feodor Dostojewski, besucht in Stuttgart das Grab des Schriftstellers Mörike (Pragfriedhof) und wird in der Alexander-Newskij-Kirche von dem Priester Johannes Kaßberger mit Brot und Salz in russischer Tradition empfangen. Dimitrij Dostojewski war von 24.10. bis 31.10.08 unser Gast.
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Diese schöne Ansicht von Stuttgart:


und was ist heute daraus geworden?
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Was wird aus der Villa Berg?
Artikel in der Stuttgarter Zeitung vom 29.4.2009
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Diese historische Postkarte zeigt das Danneckerdenkmal auf dem Schloßplatz. Leider wurde das Denkmal wie so vieles an Kulturgut im letzten Krieg bei dem Bombenangriff zerstört. Erhalten ist noch die Büste in beschädigtem Zustand, die sich heute im Lapidarium befindet.
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Links das Alte Schloss und rechts hinter dem Schillerdenkmal das historische Gasthaus "König von England", einst erstes Haus am Platze, was jedoch Goethe nicht davor abhielt sich über Wanzen zu beschweren und nach einer neuen Bleibe zu suchen. Das Gebäude wurde im 2.WK zerstört und an seiner Stelle ein modernes Geschäftshaus erbaut. Das Eingangsportal befindet sich im städtischen Lapidarium.

(Foto: Doris Grau)
Fast 200 Jahre stehen die Opferschalen am Treppenaufgang unterhalb der Grabkapelle auf dem Württemberg. Zwei Kriege haben die Schalen überstanden, bis Chaoten in einer Nacht- und Nebelaktion die Schalen zerstört haben. Der Schaden bewegt sich im sechstelligen Bereich.